Die Sperrnächte – Eine vergessene Zeit der Rückschau und Reinigung

 

Die Sperrnächte, eine nahezu vergessene Tradition, tragen eine alte, fast magische Weisheit in sich. Sie laden uns ein, das Jahr achtsam abzuschließen und Raum für neue Energien zu schaffen. Während die Rauhnächte weithin bekannt und gefeiert sind, ist das Wissen um die Sperrnächte oft verschüttet und doch so bedeutungsvoll. Gerade in dieser dunklen Zeit des Jahres können wir innehalten, Altes loslassen und stagnierte Energien auf allen Ebenen transformieren. Die Sperrnächte sind nicht nur eine Phase des äußeren Aufräumens, sondern auch eine heilige Zeit für unsere innere Reinigung – besonders für unseren Schoßraum, der als energetisches Zentrum unserer Weiblichkeit und Schöpferkraft gilt.

Die meisten Menschen kennen die Rauhnächte, so werden sie doch auch vom Christentum begangen und gelebt. Daher sind sie uns auch meist im Gedächtnis. Doch von den Dunkel,- oder Sperrnächten gibt es sehr wenige Überlieferungen. Dunkelnächte aus dem Grund, weil sie wirklich in der dunkelsten Jahreszeit stattfinden. Sie beginnen mit dem 8. Dezember und enden am kürzesten Tag und der längsten Nacht, dem 21. Dezember. Das sind genau 13 Tage und symbolisieren auch den alten germanischen Jahreskreis, mit 13 Mondzyklen. Ein Jahr dauert genauer genommen ja nicht 12 Monate, sondern 13 Monde (Monate). Zwischen dem 21 und 24 Dezember herrscht völlige Dunkelheit, bis am 25. Dezember das erste Mal die Sonne wieder für etwa 1,5 Minuten länger am Himmel steht.

In einer uralten Überlieferung und Weisheit heißt es, dass am 8. Dezember die Erde einen Impuls der Sonne empfängt, um ihr nach 13 Tagen ein neues Leben zu schenken. Im christlichen Sinne wurde dieser Tag zu „Mariä Empfängnis“, die alte Erdgöttin Anna empfängt den neuen Lebenskeim in Form ihrer Tochter Maria.

Die energetische Bedeutung der Sperrnächte

Die Sperrnächte beginnen am 8. Dezember und enden mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember, der längsten Nacht und dem Wendepunkt hin zum Licht. In dieser Zeit wird die Dunkelheit zur Lehrerin. Sie lädt uns ein, tiefer zu gehen, in die Ruhe einzutauchen und die Schattenaspekte unseres Lebens zu erkennen.

Unser Schoßraum, das energetische Zentrum von Kreativität, Weiblichkeit und Transformation, ist in dieser Zeit besonders unterstützend für Reinigung und Nährung. Hier sammeln sich oft stagnierte Energien, alte Emotionen und ungelöste Themen, die uns belasten können. Die Sperrnächte schenken uns den Raum, diese alten Muster bewusst loszulassen und unseren Schoß energetisch zu klären und zu stärken.

Diese Reinigung ist essenziell, um Platz für die Visionen und Träume der Rauhnächte zu schaffen. Ohne diese Klärung tragen wir oft die Altlasten des vergangenen Jahres in die neue Zeit – und verlieren die Leichtigkeit und Klarheit, die wir uns wünsche


Hüte das Feuer deines Schoßes und werde Eins mit der Natur

Unsere Aufgabe in dieser Zeit des Jahreskreis ist es, unser inneres Feuer – das Schoßraum-Feuer – zu hüten. Dein Schoßraum ist nicht nur ein physischer Ort, sondern ein energetischer Raum, in dem deine Kreativität, deine Lebensaufgabe und dein Zugang zur göttlichen Weiblichkeit ruhen. Wenn dieser Raum kalt, leer oder erschöpft ist, spüren wir Frauen das oft in Form von Müdigkeit, emotionaler Leere oder dem Gefühl, nicht mehr im Einklang mit uns selbst zu sein. Im Winter, wenn die äußere Welt still wird, hast du die Möglichkeit, nach innen zu lauschen. Wie fühlt sich dein Schoßraum an? Brennt deine Shakti Flamme dort sanft und gleichmäßig, oder spürst du, dass es mehr Aufmerksamkeit braucht?

Dein Schoßraum als Zentrum der Transformation

In der ayurvedischen Lehre wird der Schoßraum als Sitz der Shakti-Energie gesehen – der kreativen Lebenskraft, die Leben schafft und transformiert. Doch wie auch unser Zuhause kann unser Schoßraum energetisch “überladen” sein. Alte Beziehungen, ungelöste Konflikte, negative Gedankenmuster oder sogar die Anforderungen des Alltags können hier stagnieren.

Die Sperrnächte sind eine heilige Einladung, diesen Raum bewusst zu nähren und von stagnierter Energie zu befreien. Stell dir vor, wie du deinen Schoß als energetischen Altar reinigst und mit neuer Lebenskraft auflädst – ein Geschenk an dich selbst und an deine Weiblichkeit.

Drei Rituale für die Reinigung und Nährung deines Schoßraums

Yoni-Dampfbad mit reinigenden Kräutern

Ein Yoni-Dampfbad ist eine wunderbare Praxis, um deinen Schoßraum physisch und energetisch zu reinigen. Verwende Kräuter wie Beifuß, Rosmarin, Salbei oder Rosenblüten, die reinigend und nährend wirken.

Ritual: Bereite eine Mischung aus den Kräutern zu und übergieße sie mit heißem Wasser. Setze dich auf eine geeignete Vorrichtung (z. B. Yonisteaming Hocker oder Schüssel) und lasse den Dampf in deinen Schoßraum aufsteigen.
Währenddessen kannst du folgende Affirmation sprechen: „Ich lasse alle stagnierte Energie los und lade Frieden und Klarheit in meinen Schoßraum ein.“

Ölritual für Nährung und Erdung

Massiere deinen unteren Bauch und Schoßbereich mit warmem Sesamöl, das pur sehr klärende Eigenschafte hat.

Ritual: Während du das Öl sanft einmassierst, stelle dir vor, wie alte Energien gelöst und transformiert werden. Lade neue, lebendige Energie ein und spüre, wie dein Schoßraum wärmer und lebendiger wird.

Journaling und Reflektion

Nutze die Zeit der Sperrnächte, um über die vergangenen Monate zu reflektieren.
Schreibe auf:

• Welche Erfahrungen möchtest du loslassen?

• Welche Beziehungen oder Situationen haben deinen Schoßraum belastet?

• Was möchtest du bewusst abschließen?

Schreibe alles, was du loslassen möchtest, auf kleine Zettel und übergebe sie dem Feuer. Bewahre ihre Asche für dein Sommersonnenwenderitual auf, von dem du auch hier auf meiner Seite erfahren wirst.


Wozu sind sie uns dienlich?

Laut germanischer Überlieferung wurde die Zeit vor der Wintersonnenwende dazu genutzt, um für das noch verbleibende Jahr, alle landwirtschaftlichen Geräte wegzuräumen und wegzusperren und das Arbeiten einzustellen. Man beschränkt sich auf das Nötigste und verräumt alles in den Schuppen. Die Natur macht ja auch nichts anderes. Viele Tiere gehen in den Winterschlaf/Winterruhe und auch die Pflanzen haben endgültig ihre Säfte unter die Erde verlegt. Alles an Werkzeugen wurde nach der Ernte sorgfältig überprüft, sortiert, repariert oder geschärft um für das nächste Jahr einsatzbereit zu sein. Jetzt ist die Zeit um aufzuräumen.

Die meisten von euch, die feierlich die magischen Rauhnächte begehen wissen, dass jeder Rauhnacht ein Monat zugeordnet ist. Während bei den Rauhnächten der Fokus darauf liegt, dass man sich auf die Vorausschau, also Träume und Wünsche konzentriert, so liegt der Sinn bei den Dunkelnächten auf die Rückschau. Das heißt, was zu Jahresende willst du hinter dir lassen oder im wahrsten Sinne, wegsperren. Bei den Sperrnächten ist es nichts anderes, auch hier ist jeder Tag einem Monat zugeordnet. Hier eine kurze Übersicht.

Rauhnächte

24. auf 25. Dezember – Januar 25. auf 26. Dezember – Februar 26. auf 27. Dezember – März 27. auf 28. Dezember – April 28. auf 29. Dezember – Mai 29. auf 30. Dezember – Juni 30. auf 31. Dezember – Juli 31. Dezember auf 1. Januar – August 1. Januar auf 2. Januar – September 2. Januar auf 3. Januar- Oktober 3. Januar auf 4. Januar – November

4. Januar auf 5. Januar – Dezember

Sperrnächte

8. auf 9. Dezember – Januar 9. auf 10. Dezember – Februar 10. auf 11. Dezember – März 11. auf 12. Dezember – April 12. auf 13. Dezember – Mai 13. auf 14. Dezember – Juni 14. auf 15. Dezember – Juli 15. auf 16. Dezember – August 16. auf 17. Dezember – September 17. auf 18. Dezember – Oktober 18. auf 19. Dezember – November 19. auf 20. Dezember – Dezember


Rituale der Sperrnächte

Auch in den Sperrnächten lässt sich ein Ritual ableiten, dass du für dich machen kannst. Stell dir mal die Frage:

  • Was möchte ich alles zurücklassen, was mir nicht mehr dienlich ist?

  • Was soll mich im neuen Jahr nicht mehr belasten?

  • Was muss noch getan werden, bevor man endgültig alles "wegsperrt"

Das alles kannst du auf einen Zettel schreiben und vielleicht in eine kleine Kiste legen und wirklich wegsperren. Wenn du das Gefühl hast, diese Dinge haben sich gelöst, dann kannst du die Zettel irgendwann gerne dem Feuer übergeben.

Die Verbindung von Innen und Außen

Die Sperrnächte laden uns ein, nicht nur unseren Schoßraum, sondern auch unser Zuhause zu reinigen. Diese beiden Räume stehen in enger Verbindung – die Ordnung im Außen spiegelt die Klarheit im Inneren wider.

Reinigung deines Zuhauses:

Räume alte Gegenstände weg, die du nicht mehr brauchst.

Nutze Räucherwerk wie Beifuß oder Palo Santo, um stagnierte Energie in deinem Wohnraum zu reinigen.

Bereite schon deinen Altar für die Rauhnächte.

Die Brücke zu den Rauhnächten

Die Sperrnächte sind der vorbereitende Schritt für die Rauhnächte. Sie helfen dir, das Alte hinter dir zu lassen und mit einem leeren, offenen Raum in die magischen Nächte der Visionen einzutreten. Ohne diese Reinigung können wir oft die Klarheit und Tiefe der Rauhnächte nicht vollständig nutzen.

Die Rauhnächte beginnen am 24. Dezember und sind eine Zeit, um Träume und Wünsche für das kommende Jahr zu manifestieren. Doch um diese Visionen wirklich zu empfangen, brauchen wir den energetischen Raum, den wir in den Sperrnächten schaffen.

Die Rauhnächte sind eine Einladung und Ruf unserer Ahnen in die tiefste Dunkelheit des Jahres einzutauchen, um dort die Magie des Neubeginns zu finden. Sie sind eine Schwellenzeit, ein Übergang, in dem die Schleier zur Anderswelt dünner werden und die Verbindung zu unseren Ahnen greifbarer ist. Früher war diese Zeit heilig, durchdrungen von Ritualen und Zeremonien, in denen die Frauen noch tief mit ihrer inneren Kraft und dem Schoßraum als Zentrum ihrer Manifestation verbunden waren.

Unsere Ahninnen wussten um die Kraft dieser Nächte. Sie lebten in Einklang mit den Zyklen der Natur und hielten Rituale, um die Samen des kommenden Jahres zu legen – sowohl im Außen als auch im Inneren. In den Rauhnächten verbanden sie sich mit der Weisheit der Ahnen, mit den Kräften der Erde und mit ihrer eigenen, tiefen Schöpferkraft, die wir heute oft als Hexenkraft, weibliche Magie oder spirituelle Manifestationskraft bezeichnen.

Dieses uralte Wissen schlummert auch in uns. Es ruft danach, wiedererweckt zu werden, nach Verkörperung zu streben und uns an die Kraft zu erinnern, die durch unsere Schoßräume, unsere Stimmen und unsere Träume fließt. Die Rauhnächte sind eine wunderbare Einladung, diesen Weg zurückzugehen – zurück zu uns selbst und zur Magie, die uns mit allem verbindet.

12 Ahnennächte

Unsere Ahnen sind die Wurzeln, aus denen wir wachsen. Sie tragen die Erinnerungen und die Weisheit vergangener Generationen in sich, und diese können wir in den Rauhnächten bewusst rufen und ehren.

In früheren Zeiten waren es oft die Frauen, die diese Verbindung hielten – als Hüterinnen der Rituale und Bräuche, als Seherinnen, Heilerinnen und Weisheitsträgerinnen. Sie wussten, dass die Ahnen uns in den Rauhnächten näher sind, dass sie uns führen, unterstützen und ihre Energie mit uns teilen können, wenn wir uns bewusst mit ihnen verbinden.

Die Mystik der nordischen Mythologie in den Rauhnächten

Diese besonderen Nächte werden mit der wilden Jagd in Verbindung gebracht, einem geheimnisvollen Geisterzug, angeführt von Wotan (Odin), der mit seinem Gefolge durch die Lüfte zieht. Es hieß, dass in diesen Nächten die Tore zur Unterwelt geöffnet sind und die Geister der Verstorbenen auf Erden wandeln.

Die wilde Jagd war gleichermaßen faszinierend wie furchteinflößend: Wer sich ihr respektvoll näherte, konnte Botschaften aus der Anderswelt erhalten. Wer sich jedoch respektlos oder unachtsam zeigte, riskierte Unheil. Die Menschen hielten in dieser Zeit daher besondere Rituale ab, um die Geister zu besänftigen und ihren Schutz zu erlangen. Auch Frau HolleSie gilt als Ahnen- und Göttinnenfigur, die über Leben, Tod und Wiedergeburt wacht. Frau Holle ist nicht nur die Hüterin der Natur, sondern auch eine Lehrmeisterin, die uns daran erinnert, dass wir in den Zyklen des Lebens stets Altes loslassen müssen, um Platz für Neues zu schaffen. In den Rauhnächten wird sie besonders verehrt, da sie in diesen Nächten ihr Reich öffnet und ihre Weisheit mit uns teilt.

Lebensschwellen

Die Mystik der Rauhnächte liegt in ihrer liminalen Qualität – sie stehen an der Schwelle zwischen Dunkelheit und Licht, Vergangenheit und Zukunft, der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Diese Nächte laden uns ein, innezuhalten, die Weisheit unserer Ahnen anzunehmen und bewusst zu gestalten, was wir in das neue Jahr mitnehmen möchten. Früher waren die Frauen die Hüterinnen dieser Rituale. Sie verbanden sich mit ihrer inneren Kraft, ihrem Schoßraum und der Magie, die aus ihrer Weiblichkeit floss. Diese Magie war nichts Mystisches im fernen Sinne – sie war gelebte Spiritualität, die sich in Ritualen, Liedern, Tänzen und Träumen ausdrückte.

Heute können wir dieses Wissen zurückholen. Die Rauhnächte sind der perfekte Zeitpunkt, um in die Verkörperung dieser uralten Kraft zu gehen. Sie erinnern uns daran, dass unsere Ahnen hinter uns stehen, dass die Göttinnen mit uns gehen und dass unsere eigene Magie in unserem Schoßraum lebt.

Ahnenfest

In den zwölf Rauhnächten liegt die Möglichkeit, uns mit unseren Ahnen, unserer inneren Magie und den Rhythmen der Natur zu verbinden. Diese Nächte sind nicht nur eine Zeit des Rückzugs, sondern auch eine Zeit des Erwachens – eine Einladung, alte Weisheit zu verkörpern und uns selbst als Teil eines größeren, mystischen Ganzen zu erkennen.

Lass dich von der Magie der Ahnennächte tragen. Lausche den Botschaften der Dunkelheit, ehre die Kräfte, die hinter dir stehen, und richte deinen Blick auf das Licht, das langsam zurückkehrt. Die Rauhnächte sind dein Schlüssel zu deiner inneren Weisheit und deinem ureigenen Weg – eine Reise, die von deinen Ahnen gesegnet ist.

Begleite mich durch die Sperrnächte auf Instagram

In meinem Adventszauber-Kalender auf Instagram in meiner täglichen Story begleite ich dich durch diese besondere Zeit. Jeden Tag öffnet sich ein Türchen, das dir einen kurzen Impuls schenkt, um die Sperrnächte achtsam und bewusst zu erleben.

Was erwartet dich?

Jeden Tag erwartet dich ein kurzer Impuls, der dich inspiriert und unterstützt. Das können Audios, kleine Rituale, Reflexionsfragen oder einfache Praktiken sein, die du leicht in deinen Alltag integrieren kannst.

Die Audios sind 3-5 Minuten lang – genau richtig, um dir einen Moment für dich zu schenken, ohne deinen Tag zu überfrachten.

Wir tauchen in die Rückschau ein, klären alte Energien und bereiten uns innerlich wie äußerlich auf die kommende Zeit vor.

Klicke hier, umzu meinem Instagram Account zu kommen.

Begleite mich durch die Rauhnächte


Dein Rauhnachtsritual- heilige Reise mit den Pflanzendevas in der Tardition deiner Ahnen

Ich lade dich ein, die Rauhnächte als deine persönliche Reise nach innen zu feiern – begleitet von der Weisheit des Ayurveda und der Kraft der Pflanzen. Gemeinsam können wir diese Zeit zu einem heiligen Ritual machen, das dich auf allen Ebenen nährt.

Möchtest du mehr über den Kurs erfahren?

 

Dreizehn heilige Nächte

Weiter
Weiter

Die Frau im Jahreskreis: femine Ayurveda für den Winter – Nähren, Ruhen und Weiblichkeit stärken